Das Wetter in Danzig ist geprägt von der Meeresnähe
Durch die Nähe zur Ostsee, die warme Wassermengen beispielsweise auch aus dem Golfstrom aufnimmt, können die Temperaturen im Winter in Danzig sehr mild sein und müssen nicht unbedingt unter den Gefrierpunkt sinken.
Das Wetter in Danzig ist aufgrund der geografischen Lage sehr wechselhaft. Diese Unbeständigkeit der Klimabedingungen ist auf die verschiedenen Luftmassen zurückzuführen, die in dieser Region auftreten könnten. Durch die Nähe zur Ostsee können einerseits sehr warme und feuchte Luftmassen vorherrschen und andererseits aber auch kalte und trockene Luftmengen aus dem östlicheren Inland vorhanden sein. Welche Mengen überwiegen, ist von verschiedenen Verhältnissen abhängig, die sich jährlich ändern können.
Da die Ostsee und der dort einfließende warme Golfstrom eine Wärmequelle sind, können die Temperaturen auch in den Wintermonaten verhältnismäßig warm sein. Die Niederschlagsanteile sind ähnlich denen in Deutschland. Der Jahresmittelwert beläuft sich auch in Polen auf ungefähr 800 Millimeter, also 800 Liter Niederschlag im Jahr. Aufgrund der Nähe zum Meer können diese sehr stark ausfallen und es zu lang anhaltenden Starkniederschlägen führen. Durchschnittlich beträgt der Anteil ungefähr bis zu 10 Tage pro Monat. Die Kälte in den Wintermonaten ist ebenfalls ähnlich denen in Deutschland. Noch bis in den Mai hinein können die Temperaturen sehr kühl sein, bevor sich die tägliche Sonnenscheindauer erhöht. Ab dem Mai bis in den September beträgt diese Sonnenscheindauer dann ungefähr 6 bis 7 Stunden.
In den Monaten Juni bis August kann es sogar sehr lange Sonnenscheinperioden geben. Auf diese Weise steigt die Temperatur in diesen Sommermonaten sehr stark an und kann die 30 Grad Celsius über eine lange Zeit überschreiten. Dadurch steigt allerdings auch die Wahrscheinlichkeit der Verdunstung von Meeresfeuchtigkeit an. Außerdem sind die Windstärken an der Küste in der Regel höher als in den südlicheren Gebieten. Durch die schnellere Erwärmung der Landmassen im Vergleich zu den Wassermassen der Ostsee werden die sogenannten Seewinde erzeugt. Diese kommen aus der Richtung des Meeres und führen dann über die Landmassen und über die Stadt Danzig hinweg. In den Nächten und auch insbesondere in den Sommermonaten tritt dann der gegenteilige Effekt ein. Dann nämlich weht der Wind aus der Richtung des Landes auf das Meer hinaus und verursacht den sogenannten Landwind. Auf diese Weise kann sich in den Gebieten an der Küste auch ein Mikroklima bilden.